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Die Umfrage

Die Umfrage dient dazu, die Meinung mehrer Personen zu einem bestimmten Thema einzuholen. Sie kann als eigenständige Sendeform verwendet werden oder dem Einstieg in ein Thema dienen. Dennoch kann die Umfrage nicht repräsentativ sein, da sich die Fragen nur an eine kleine Zahl von Personen richten, von einem allgemeinen Stimmungsbild kann deshalb nicht die Rede sein. Auf Abwechslung bei den Antworten ist zu achten, das Mann-Frau-Gleichgewicht ist im Auge zu behalten. Nachdem eine Umfrage geführt worden ist, werden die einzelnen Antworten direkt hintereinander geschnitten, die Reporterfrage entfällt. Bei der Produktion bzw. beim Schnitt entsteht die eigentliche Dramaturgie der Umfrage.

 

 

Das Interview

Wer Antworten haben will, muss Fragen stellen. Man unterscheidet im Wesentlichen drei Interviewtypen:
Das Recherche-Interview dient der Information über ein Ereignis oder einen Vorgang wie zum Beispiel eine Veranstaltung, ein politisches Thema oder einen Unfall. Hier geht es in erster Linie um Fakten. Anhand eines Interviews können aber auch O-Töne eingeholt werden, die dann zu anderen Darstellungsformen wie dem gebauten Beitrag oder der Reportage weiterverarbeitet werden. Das Radiointerview ist aber auch eine eigenständige Sendeform. Der Interviewer sollte sich vor einem Interview möglichst über seinen Gesprächspartner und die Thematik informieren.

Die meist verwendeten Fragetypen sind:

Die geschlossene Frage: Diese gilt es im Allgemeinen zu vermeiden, da bei der geschlossenen Frage nur ein ja oder nein als Antwort möglich sind. Man erhält so gut wie keine Information.

Die offene Frage: Sie erlaubt es dem Gesprächspartner, ohne Einschränkung viel zu erzählen.
So erhält man viel Information

Die Suggestivfrage: Bei dieser Frageform setzt der Interviewer Dinge voraus, die der Befragte nie gesagt hat. Es wird quasi gemutmaßt, in der Hoffnung, dass man richtig liegt.